Bereits bei Sonnenaufgang fuhren wir los, um das 150 km entfernte Mae Sariang vor der Dämmerung zu erreichen. Ungefähr während 50 km dachten wir, wir wären noch gut im Kurs, da waren die Steigungen aber auch noch kurz und gemächlich und wir folgten dem Grenzfluss zu Burma in unmittelbarer Nähe. Doch dann kam der Verhängnissvolle Abstecher Richtung Berge. Bei brütender Hitze kämpften wir uns Rampen hoch so steil, dass unsere Kraft kaum ausreichte, die Kurbeln noch durchzudrücken, geschweige denn das Fahrrad mit dem schweren Gepäck zu stossen. Wir bereuten jedes mitgebrachte Kilo.
Unterwegs trafen wir einen in entgegengesetzte Richtung fahrenden thailändischen Reiseradler, welcher uns empfahl im nächsten ca. 20 km entfernten Shop noch etwas einzukaufen und zu versuchen, vor Einbruch der Dunkelheit, den Campingplatz in Ban Sop Ngao zu erreichen.
Bereits völlig erschöpft kommen wir 2 Stunden später zu diesem Shop. Der Besitzer sprach ein wenig Englisch und bot uns, wegen der bereits fortgeschrittenen Zeit an, in seiner Gästehütte zu übernachten, was wir sehr dankbar annahmen.
Der äusserst interessierte und weltoffene Mann (48), ursprünglich aus Chiang Mai, lebt mit seiner viel jüngeren Frau (25) und den beiden kleinen Töchtern in dem abgelegenen Bergdorf, wo seine Frau grossgeworden ist und träumt von einer reicheren Zukunft und einem Uni-Abschuss seiner Töchter. Mit der Familie lebt ein 15-jähriges Karen Mädchen. Er erzählt uns auch von dem Flüchtlingslager, das wir gesehen haben, und wie die Menschen von der UN in verschiedene Länder umgesiedelt werden. Eine Rückkehr nach Burma wird ihnen vom eigenen Land verwehrt.
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